Zwei Geschichten

 

Fair World – Zwei Mädchen

von

Jannik Steinkamp

 

 

 

Nina und Melissa sind zwei Mädchen aus den Arabischen Ländern. Sie finden es unfair, dass sie nicht in die Schule gehen dürfen, sondern nur die Jungs. Sie müssen jeden Tag viel arbeiten.

 

Eines Tages sagt Nina zu Melissa: „Wir müssen eine Gruppe bilden, die dagegen protestiert, dass Mädchen bei uns nicht in die Schule gehen dürfen!“ „Aber wenn uns die Soldaten erwischen, werden wir getötet!“, ruft Melissa. Die beiden vergessen Ihre Angst und Nina und Melissa gründen eine Gruppe mit anderen Mädchen,  die auch benachteiligt sind.

 

Es vergeht viel Zeit und sie wissen nicht, wie sie ihre Lage ändern können. Glücklicherweise erfahren sie von einer großen Veranstaltung, bei der alle Soldaten eingeladen sind. Dadurch hätte die Gruppe keinerlei Schwierigkeiten an den Wachtürmen des Palastes vorbei zu kommen. Die Mädchen schmieden einen Plan.

 

Die Nacht ist gekommen und alle Treffen sich in ihrem Geheimversteck. Sie schleichen durch die Straßen und haben nach endlosen Umwegen den Palast des Ministers erreicht.

Auf einmal stockt Nina der Atem und sie flüstert: „Leise! Da vorne ist jemand.“ Alle halten inne. Zum Glück geht die Wache nach einigen Minuten weiter und Nina, Melissa und die anderen können unerkannt entkommen.

 

 „Wie sollen wir da hinein kommen?“, fragt Melissa, „wenn dort am Eingang doch überall Wachen stehen?“ „Ich dachte, sie sind alle auf der Veranstaltung!“ „Lass mich nur machen“, sagt Nina.“ Nina nimmt zwei Steine und wirft diese in einen Gang. Die beiden Wachen gehen vorsichtig in den dunklen Spalt. Sie können nichts erkennen und wollen gerade wieder umkehren. In diesem Augenblick fällt hinter den Wachen eine Tür zu. „Wir haben sie eingesperrt!“, ruft Nina. „Aufmachen!“, ertönt es aus dem Gang, „Aufmachen!“

 

„Die stören uns nicht mehr“, freut sich Melissa.  „Aber wir stören euch“, schallt es aus einer dunklen Ecke. Plötzlich stehen zwei Männer mit Gewehren in der Hand neben den Mädchen. „ Los! Mitkommen!“, brüllt ein Mann. Alle zucken zusammen und sind total erschrocken. Melissa stößt einen Schrei aus, der den anderen Mann ablenkt, so dass er das Gewehr fallen lässt. Dadurch hatte Melissa die Chance zu fliehen. Doch alle anderen bleiben gefangen. Nina und die Mädchen werden in einen Raum mit vielen anderen Frauen gebracht. Die Wachen gehen fort.

 

Nina erkundigt sich: „Was macht ihr denn alle hier?“ „Wir wurden alle beim Auto fahren erwischt“, antwortet eine Frau. „Warum beim Auto fahren?“, fragt  Nina, „dürft ihr das nicht?“ „Nein, hier ist Auto fahren für uns Frauen verboten“, erklärt sie. „Wir haben auch nichts zu sagen, in diesem Land. Wir haben keine Rechte“, sagt eine andere Frau. „Alle die hier sitzen haben protestiert, aber man hat uns erwischt und eingesperrt“, erzählt sie. „Meine Freundin konnte entkommen, vielleicht kann sie uns helfen“, hofft Nina. „Ich weiß nicht, ob deine Freundin uns finden wird, weil wir in einem Kerker unter der Erde sind“, meint die Frau.

 

Währendessen rennt Melissa nach Hause und holt Hilfe. Sie trommelt das ganze Dorf zusammen. Sie sagt, dass etwas Furchtbares passiert sei. Alle Leute nehmen sich die besten Waffen die sie haben: Spitzhacken, Heugabeln und Äxte können sie auftreiben.

 

Melissa hat es geschafft, das ganze Dorf davon zu überzeugen, die Frauen und Mädchen zu befreien. Sie überraschen die Wachen am Eingangstor. Mit ein paar  Nachbarn suchen sie Nina und die anderen Mädchen. Nach langer Zeit finden sie die Gruppe. Sie werden befreit, doch Nina ist nicht sehr glücklich. „Was ist denn los Nina?“, fragt Melissa.

 

„Allen Frauen, die da sitzen, muss geholfen werden. Sie dürfen kein Auto fahren und haben keine Rechte. Gehen wir das Risiko ein, zu protestieren!“, ruft Nina.

Das ganze Dorf hilft bei der Befreiungsaktion aus dem Kerker. Alle laufen zum Minister und protestierten solange, bis er erscheint.

 

Es wird lange diskutiert und beraten. Schließlich verkündet der Minister:  „Wir haben entschieden, dass alle Frauen Auto fahren dürfen und wir haben eingesehen, dass Frauen genau so viel wert sind wie Männer. Deshalb haben sie  die gleichen Rechte. „Hurra!“, rufen alle Frauen und Mädchen.

„Euch haben wir zu verdanken, dass wir Frauen Rechte haben und Auto fahren dürfen und alle Mädchen in die Schule gehen dürfen“, jubeln alle Frauen, „vielen Dank!“

 

Sie feiern die ganze Nacht und Ihr Leben wird sich für immer ändern.

Ende

 

12 Jahre

 

 

Meine Gedanken zu Fair World

 

Was ist unfair an dieser Welt?  Wie könnte man die Welt verbessern?

 

Ungerechtigkeiten gibt es überall auf dieser Welt. In den Familien fängt es klein an. Wenn man immer alles alleine aufräumen muss oder man soll seiner Mutter helfen und die Geschwister spielen und meinen, sie müssten nichts machen, ist das unfair.

 

Wenn man Ärger bekommt, den man gar nicht verdient  hat oder wenn Kinder von den Eltern geschlagen werden, weil diese alkohol- oder drogenabhängig sind.

 

Viele Kinder werden in der Schule gemobbt. Manche Kinder haben Angst in die Schule zu gehen, weil sie nur gehänselt werden. Wenn größere Kinder kleinere Kinder ärgern oder kleinere Kinder geärgert werden reagieren sie meistens aggressiv, aber gegen große Kinder haben sie keine Chance.

 

Eine große Ungerechtigkeit ist die Hungersnot in vielen Ländern. Dabei verhungern sehr viele Kinder und sterben. Unfair ist auch, dass Kinder in einigen Ländern so viel arbeiten müssen und nicht zur Schule gehen können. Das Schlimmste ist, wenn Kinder eine Waffe in die Hand gedrückt bekommen und im Krieg andere Menschen erschießen müssen.

 

In anderen Ländern haben Frauen keine Rechte, sind unwichtig und haben nichts zu sagen. In einigen Ländern dürfen Frauen sogar kein Auto fahren. Dort dürfen Mädchen nicht in die Schule gehen, sie werden dumm und „klein“ gehalten und müssen arbeiten.

 

Wenn Frauen und Männer den gleichen Arbeitsplatz erhalten, ist das Gehalt der Männer oft höher, als das der Frauen, obwohl sie die gleiche Arbeit verrichten und die gleiche Verantwortung haben.

 

In vielen Ländern ist das Geld ungerecht verteilt, manche Menschen sind sehr reich und andere sehr arm.

 

Auch im Internet werden viele unschöne Dinge veröffentlicht z.B. Kinderpornos oder ähnliches. Unfair ist, wenn man eine Internetseite öffnet ohne es zu wollen und einen Vertrag abgeschlossen hat.

 

Auch beim Sport geht es nicht immer fair zu. Beim Fußball lassen sich manche Spieler fallen und machen eine Schwalbe. Sie geben nicht zu, wenn sie den Ball mit der Hand gespielt haben. In vielen Sportarten wird auch gedopt, wie z.B. beim Radrennfahren, damit sie mehr Kraft haben, um zu gewinnen. Diese Mittel sind leider sehr schwierig nachzuweisen.

Wie könnten wir die Welt nun verbessern?

 

Man muss miteinander reden und Lösungen suchen und finden.

z.B. in den Familien mit den Geschwistern und Eltern reden.

 

Man muss sich an Vereinbarungen halten und wenn ein Mensch in Not ist, nicht wegschauen sondern handeln.

 

Gott sei Dank existieren Organisationen, die Menschen in Not helfen, z.B. Jugendämter, SOS Kinderdörfer, Ärzte in Not, Unicef etc.

 

In den Ländern, wo die Menschen hungern, könnte man Essen verteilen aber auch versuchen, mit Ackerbau die Menschen zu unterstützen.

 

 Leider gibt es noch zu wenige Menschen, die helfen und zu viel Not auf der Welt.

 

(12 Jahre)